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Danuta Ahrends

Über mich:Danuta AhrendsDanuta Ahrends

  • 1965 in Osterburg geboren, wo ich noch heute lebe

  • nach jahrelanger journalistischer Tätigkeit bin ich im Herbst 2007 in der Stadt- und Kreisbibliothek meiner Heimatstadt angekommen

  • seit Januar 1998 im "Club Altmärkischer Autoren"

  • Mitglied im Förderverein der Schriftsteller Sachsen-Anhalts

  • Mitglied im Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt

  • schreibe kurze Geschichten, Gedichte und Miniaturen sowie Dialoge

  • wenn ich nicht schreibe, dann lese ich, gehe ins Kino oder ins Theater

  • außerdem walke ich leidenschaftlich gern

  • mich inspiriert alles, was mich nicht langweilt

Bibliografie:

  • "Tod im Dom", Anthologie der Reihe: Magdeburger Mord(s) Geschichten (Dr. Ziethen-Verlag, Oschersleben)

  • "Wenn es dunkel wird in Bismark", Krimi-Anthologie in der Reihe "Tatort Ost" (Mitteldeutscher Verlag, Halle)

  • Texte erschienen auch in der Literaturzeitschrift "Ort der Augen" (Dr. Ziethen-Verlag, Oschersleben)

  • Im November 2008 erschien mein erstes eigenes Buch mit Grafiken der Künstlerin Michaela Herbst. "Zwischen dem Leben" zeigt auf knapp 100 Seiten 31 kurze Geschichten, die in vier Jahreszeiten unterteilt sind und jeweils mit einem Gedicht eröffnet werden. Es erschien im Elbe-Havel-Verlag, Kuhlhausen

  • Im November 2010 erschien mein Buch "Nun friss mich schon!" - Liebesgedichte, erschienen im Elbe-Havel-Verlag, Kuhlhausen


 

Silvester

Das Jahr ist um, da gibt es nichts zu klagen.

Am letzten Tag wird kräftig resümiert.

Und Astrologen werden Blicke wagen

sie tun so etwas gänzlich ungeniert.

 

Das Jahr ist um, da gibt es nichts zu weinen.

Die guten Wünsche streu'n sich in die Welt.

Wer will, trinkt Sekt, wer mag, umarmt die Seinen

und Blei ergießt sich, wie es ihm gefällt.

 

 

Das Jahr ist um, da gibt es nichts zu lachen.

Die Zeit, sie rennt und alle halten Schritt.

Und Optimisten lassen's richtig krachen.

Und Pessimisten müssen eben mit.

 

Das Jahr, es stirbt, wir tragen es zu Grabe.

Wir zögern nicht, versaufen rasch sein Fell.

Und noch bevor ich's ganz begriffen habe,

wird es am Horizont schon wieder hell.


 

Gib mir ein A

oder

Im Selbstbedienungsladen
morgens um zehn
auf der Leipziger Buchmesse

"Was hätten Sie denn gern?"

"Einen Saft und was zu essen."

"Den O-Saft oder A-Saft?"

Ich stutzte. O- oder A-Saft. Aus Kostengründen? Preisgünstiger, da zeiteinsparend durch Weglassen von Buchstaben?
Dass mit O und A nicht oral und anal gemeint waren, war mir klar. So gut kannte ich mich bereits aus in der Abkürzungs-Gastronomie.
Der Kellner legte den Kopf leicht schräg, lächelte ein bisschen schmal-lippig. "Na?"

"Weder, noch", entgegnete ich. "Am liebsten möchte ich den K-Saft, aber wenn Sie den nicht haben, tut es auch der G-Saft. Den hätte ich allerdings am liebsten mit einem E-Würfel. Und zu essen hätte ich gern das Schnitzel mit den B-Kartoffeln. Und zum Nachtisch das Stück E-Kuchen, aber ohne S. Und Kaffee. Ohne Z und M. Und bringen Sie mir bitte alles an den T da hinten. Vielen D."

Ach so. Bezahlen würde ich gern in B. Aber ich hätte dafür nicht nur den K-Bon, sondern eine R. Für's F-Amt.